Partnerschaft zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten nun auch in Europa aktiv

Antimikrobielle Resistenzen werden zur n?chsten gro?en Herausforderung f?r die ?ffentliche Gesundheit

Br?ssel, Belgien, 14.12.2022 – Die Partnerschaft zur Bek?mpfung von Infektionskrankheiten (Partnership to Fight Infectious Disease – PFID) ist nun auch in Europa aktiv. Ziel der Vereinigung ist es, L?sungsans?tze f?r den Umgang mit der wachsenden Bedrohung durch antimikrobielle Resistenzen (AMR) zu finden. PFID agiert derzeit bereits in den Vereinigten Staaten und Japan und startet nun auch in der EU. Es handelt sich bei PFID um einen non-profit Zusammenschluss von Patienten, Leistungserbringern, Wissenschaftlern, Wirtschafts- und Arbeitnehmervertretern sowie Experten f?r Infektionskrankheiten. Die Initiative setzt sich daf?r ein, st?rker f?r die von Infektionskrankheiten ausgehenden Gefahren zu sensibilisieren. Dr. Ishii, Professor am Institut f?r medizinische Wissenschaft der Universit?t Tokio, „begr??t den Beginn des PFID-Kapitels in Europa. Infektionskrankheiten und antimikrobielle Resistenz m?ssen international diskutiert werden – und diese Diskussionen werden zu innovativen L?sungen f?r die L?sung dieser Krise auf globaler Ebene f?hren.“

Infektionen stellen aufgrund von antimikrobiellen Resistenzen eine zunehmende Bedrohung f?r die moderne Gesundheitsversorgung und die ?ffentliche Gesundheit dar. In Europa sterben j?hrlich sch?tzungsweise 33.000 Menschen an den Folgen einer Infektion, die durch antibiotikaresistente Bakterien verursacht wurde*. Die COVID-19-Krise hat aufgezeigt, wie wichtig die Behandlung von Infektionskrankheiten ist. Viele Todesf?lle und schwere Verl?ufe waren und sind nicht nur auf das Virus zur?ckzuf?hren. Auch bakterielle Sekund?rinfektionen haben die Pandemie gepr?gt.

Die Bedrohung ist real
AMR ist eine latente Bedrohung f?r alle Menschen. Bei chronisch Erkrankten entwickelt AMR jedoch ein besonderes Bedrohungspotential. Ohne wirksame Antibiotika sind Behandlungsm?glichkeiten bei lebensbedrohlichen Infektionen deutliche Grenzen gesetzt. Patienten, die auf eine wirksame Pr?vention und die Behandlung von Infektionen angewiesen sind, droht ein deutlich erh?htes Risiko, im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen. Wenn nicht umgehend etwas unternommen wird, k?nnten arzneimittelresistente Krankheiten weltweit bis 2050 j?hrlich 10 Millionen Todesf?lle verursachen und der globalen Wirtschaft einen ebenso katastrophalen Schaden zuf?gen wie die weltweite Finanzkrise von 2008 – 2009. Bis 2030 k?nnte AMR zudem bis zu 24 Millionen Menschen in extreme Armut treiben.

Gesucht: Antibiotika, die wirken
Der Mangel an neuen Antibiotika ist auf zwei Hauptursachen zur?ckzuf?hren. Erstens ist die Entwicklung neuer und neuartiger Antibiotika zur Behandlung von AMR-Infektionen wissenschaftlich sehr anspruchsvoll – die letzte neue Antibiotikaklasse wurde 1986 zugelassen**. Zweitens ist der Markt f?r neue Antibiotika kommerziell nicht tragf?hig. PFID versucht, diese beiden Probleme zu l?sen, indem sie f?r die Thematik sensibilisiert, damit letztendlich geeignete Rahmenbedingungen f?r die erforderlichen Investitionen geschaffen werden.

„Neunzig Prozent der Innovationen im Bereich AMR kommen von kleinen Unternehmen. Wir m?ssen dringend bessere Wege finden, damit lebensrettende Produkte die Patienten auch erreichen k?nnen, bevor es zu sp?t ist“, meint Kevin Outterson, Executive Director von CARB-X und Mitglied des PFID US Advisory Boards. „Die Zeit zum Handeln ist jetzt und die EU ist gefragt, globale L?sungen f?r die zunehmende AMR-Problematik zu finden und mit auf den Weg zu bringen.“

*https://www.thelancet.com/journals/laninf/article/PIIS1473-3099(18)30605-4/fulltext
**https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1369527419300190

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