Neue A&M-Studie zur Zukunft des Einzelhandels: Deutsche Einzelhändler werden in den nächsten 12 Monaten Produkte im Wert von bis zu 9,4 Mrd. Euro ins

-Eine neue Studie sch?tzt, dass sich die Lieferketten aufgrund der COVID-19-Krise und ver?nderter Verbrauchertrends verst?rkt ins Inland verlagern werden.
-Deutsche Einzelh?ndler werden demnach Produkte f?r 9,4 Mrd. Euro (11,2 Mrd. USD) in den n?chsten zw?lf Monaten zus?tzlich aus Deutschland beziehen.
-54 Prozent der Deutschen sind bereit, mehr f?r nachhaltig produzierte Waren auszugeben. Das Verbraucherverhalten hat sich somit nachhaltig ver?ndert.
-55 Prozent der befragten H?ndler haben infolge der COVID-19-Krise mit der Diversifizierung ihrer Lieferketten begonnen. Die Resilienz von Lieferketten ist wichtiger denn je – mehr als reine Kostenvorteile.
-77 Prozent der Unternehmen wollen in die Digitalisierung ihrer Lieferketten investieren.

M?nchen/London, 8. Dezember 2020 Eine neue Studie von Alvarez & Marsal (A&M), einer f?hrenden internationalen Unternehmensberatung, beschreibt die Zukunft des Einzelhandels und die Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Lieferketten. Zusammen mit Retail Economics hat A&M 30 der gr??ten europ?ischen Einzelh?ndler sowie mehr als 3.000 Haushalte in Deutschland und f?nf weiteren europ?ischen L?ndern befragt. Laut der Studie werden Einzelh?ndler Produkte im Wert von rund 9,4 Mrd. Euro (11,2 Mrd. USD) in den n?chsten zw?lf Monaten aus Deutschland beziehen.

55 Prozent der H?ndler haben bereits mit der Diversifizierung ihrer Lieferketten begonnen

Die COVID-19-bedingten Einschr?nkungen des internationalen Warentransports stellten Unternehmen vor pl?tzliche Lieferengp?sse und zwangen viele zu einem Umdenken. 70 Prozent der befragten H?ndler hinterfragten ihre Lieferketten-Strategie als Folge der COVID-19-Krise und mehr als die H?lfte (55 Prozent) haben bereits begonnen, ihre Lieferketten zu diversifizieren. Davon wollen 29 Prozent dies in den n?chsten zw?lf Monaten umsetzen. 14 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits begonnen, Produktionen und Prozesse ins Inland zu verlagern.

“Lange hat sich der Einzelhandel vor allem auf Kostenvorteile in Niedriglohnl?ndern konzentriert. Die COVID-19-Krise ?ndert dies schlagartig, jetzt steht die Resilienz der Lieferketten im Vordergrund. Sind die Produkte nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort, spielt die g?nstige Produktion im Ausland keine entscheidende Rolle mehr. Um in k?nftigen Krisen weniger anf?llig f?r Lieferengp?sse zu sein, planen die H?ndler ihre Lieferketten nachhaltig zu diversifizieren und in Teilen zur?ck ins Inland zu holen”, kommentiert Patrick Siebert, Managing Director und Co-Head der Corporate Transformation Services bei Alvarez & Marsal Deutschland.

Robustere Lieferketten f?rdern nachhaltigen Handel

70 Prozent der von A&M befragten H?ndler gaben an, ihre Lieferketten derzeit auf mehr Nachhaltigkeit auszurichten. 30 Prozent der Studienteilnehmer haben dies ebenfalls vor. Wie die Befragung zeigt, legen auch die Konsumenten mehr Wert auf nachhaltig produzierte Waren. So sind 54 Prozent der befragten Deutschen bereit, mehr f?r ihr Wunschprodukt auszugeben, wenn es aus Gr?nden der CO2-Ersparnis in Deutschland produziert wird und dadurch aber mehr kostet. Immerhin 20 Prozent legen Wert auf klimafreundlich hergestellte Produkte, sie w?rden daf?r aber nicht mehr ausgeben.

Eine weitere Folge der robusteren Ausrichtung ist die Beschleunigung der Digitalisierung und Automatisierung von Lieferketten. Um Prozesse m?glichst effizient zu gestalten, m?ssen Unternehmen das Konsumentenverhalten verstehen, bewerten und antizipieren. Dazu wollen 77 Prozent der befragten H?ndler in die Digitalisierung ihrer Lieferkette investieren, 63 Prozent davon in Automatisierung. Die digitale Transformation birgt dabei nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen. 80 Prozent der Befragten gaben Investitionen in die Cybersicherheit an.

Methodik

Retail Economics hat zwischen dem 28. September und dem 7. Oktober 2020 eine Online-Umfrage und Telefoninterviews mit 30 der gr??ten europ?ischen Einzelh?ndler mit einem Gesamtumsatz von mehr als 600 Milliarden Euro durchgef?hrt.

Dar?ber hinaus wurde zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober 2020 eine Verbraucherpanel-Umfrage unter mehr als 3.000 Haushalten in Gro?britannien, Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz durchgef?hrt.

Den aktuellen Shape of Retail Report finden Sie unter:
https://www.alvarezandmarsal.com/insights/impact-covid-19-uk-retail-industry

Keywords:A&M, Alvarez & Marsal, Retail, Supply Chain, Lieferketten, Einzelhandel

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