“Mir geht es sehr gut”: Kanzlerin Merkel zittert erneut bei Empfang



Beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Rinne erleidet Bundeskanzlerin Merkel erneut einen Zitteranfall. Es ist bereits der dritte Vorfall dieser Art innerhalb weniger Wochen. Merkel selbst bestreitet gesundheitliche Probleme: “Man muss sich keine Sorgen machen.”

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne erneut einen Zitteranfall erlitten. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass das Zittern diesmal nicht ganz so stark war wie in vorangegangen Fällen.

Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte nach dem Empfang: “Der Bundeskanzlerin geht es gut. Das Gespräch mit dem finnischen Ministerpräsidenten ist wie geplant gelaufen”. Weitere Fragen wollte sie nicht beantworten. Die anschließende Pressekonferenz absolvierte Merkel ohne weitere Zwischenfälle. “Mir geht es gut. Ich bin noch in einer Verarbeitungsphase von dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten”, sagte die Kanzlerin. “Mir geht es sehr gut. Man muss sich keine Sorgen machen.”

Der Zitteranfall ist bereits der dritte Vorfall dieser Art innerhalb von gut drei Wochen. Mitte Juli zitterte Merkel beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig. Nur neun Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen SPD-Justizministerin Christine Lambrecht durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall.

Anfall psychologisch bedingt?

Zur Zitterattacke während des Selenskyj-Besuchs erklärte Merkel später, sie habe an dem heißen Tag zu wenig Wasser und zu viel Kaffee getrunken. Auch nach dem Anfall im Schloss Bellevue gab die Kanzlerin Entwarnung. “Ich bin überzeugt: So wie diese Reaktion aufgetreten ist, wird sie auch wieder vergehen.” Die Frage, was hinter den Zittervorfällen stecke und ob sie deswegen einen Arzt konsultiert habe, beantwortete die Kanzlerin nicht. Sie könne die Frage verstehen, sagte sie vor Journalisten am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka. “Ich habe aber nichts Besonderes zu berichten. Sondern mir geht es gut.”

Der Medizinjournalist Christoph Specht glaubt nicht, dass das Zittern eine gravierende Ursache hatte. Bei n-tv deutet der Arzt den Anfall vielmehr als eine Art Schüttelfrost. Bei der Ernennung Lambrechts hatte die “Stuttgarter Zeitung” aus Regierungskreisen berichtet, Merkels Anfall sei psychologisch bedingt gewesen. Es sei kein gesundheitliches Problem, sondern Kopfsache. “Die Erinnerung an den Vorfall in der letzten Woche führte zu der Situation heute, also ein psychologisch-verarbeitender Prozess.” Merkel wird in der kommenden Woche 65 Jahre alt.



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