Oliver Mommsen: Diese “Tatort”-Szene wird er nie vergessen



Der letzte “Tatort” mit Schauspieler Oliver Mommsen (50) in seiner Paraderolle des Bremer Kommissars Stedefreund flimmert am Ostermontag über die Bildschirme. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt der gebürtige Düsseldorfer, wie der eigentliche Abschied von der Crew nach dem letzten Drehtag für den “Tatort: Wo ist nur mein Schatz geblieben?” war, was er geschenkt bekommen hat und wie es jetzt für ihn weitergeht.

Haben Sie den Abschieds-“Tatort” schon gesehen und wenn ja, kamen Ihnen dabei die Tränen?

Oliver Mommsen: Ich habe ihn sogar schon auf der großen Leinwand des Cinemaxx in Bremen sehen dürfen. Und ja, es kamen Tränen. Aber das war, weil einfach eine unglaublich schöne Zeit zu Ende ging. Und jetzt bin ich gespannt, wie der Film beim Publikum ankommt.

Sabine Postel und Sie haben am letzten Drehtag einen ausgegeben. Wurde sonst noch gefeiert?

Mommsen: Ja. Die Produktion hat ein super schönes Abschiedsfest direkt nach den Dreharbeiten gegeben. Friederike Weimar, die all unsere letzten Filme geschnitten hat, hat sich mit ihrem Team nochmal alle Filme vorgenommen und ein 30-minütiges Best-of geschnitten. Das war eine emotionale Achterbahnfahrt. Und zu guter Letzt gab es am 6. April im Cinemaxx eine riesen Preview und danach ein wunderschönes Zusammensein mit allen alten Bekannten. Sogar gesungen wurde zur Melodie von Rio Reisers “Junimond – … es ist vorbei, bei …”

Welches Souvenir haben Sie sich vom letzten Dreh mitgenommen?

Mommsen: Annette Strelow, unsere Redakteurin, und Jan Weyrauch, unser Programmdirektor, sind tatsächlich ins Viertel gegangen und haben mir ein Surfbrett gekauft, für die Zeit nach dem “Tatort”. Am nächsten Tag bin ich damit stolz wie Bolle ins Hotel spaziert.

Welche Szene fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie nach der unvergesslichsten Szene in all den vielen Jahren als Kommissar Stedefreund gefragt werden?

Mommsen: Ich glaube, ich werde nie vergessen, wie ich mit Monica Bleibtreu nachts in einer spärlich beleuchteten, eiskalten Kirche stand und sie einen riesen Monolog hatte. Ich wiederum hatte nur kurze Einwürfe an der richtigen Stelle zu geben und dachte die ganze Zeit: “Alter, vergeig’ das nicht!” – Was für eine beeindruckende, tolle Frau!

Sie haben viele Stunts ihrer Rolle gern selbst gemacht, war zu lesen. Stimmt das und wie entstanden die Fallschirmsprung-Szenen im “Tatort: Wo ist nur mein Schatz geblieben?”?

Mommsen: Das stimmt so nicht. Wenn es wirklich anspruchsvoll wurde, war ich heilfroh, wenn die Profis angereist sind. Ein Stuntman oder eine Stuntfrau kann uns Schauspielern Superkräfte verleihen, in dem sie spektakuläre Aktionen machen, von denen alle denken, unsere Figuren hätten das getan. Davon gibt es im letzten Film eine Menge. Aber verraten will ich nix. Nur so viel: Es war ein Kaiserspaß!

Fallschirmspringen, Bungeejumping, etc. Mögen Sie sowas privat?

Mommsen: Ich bin sportlich und liebe es, mich herauszufordern. Aber ich muss nicht mit einem Rucksack auf dem Rücken aus einem Flugzeug springen. Fahrrad fahren in Berlin kann einen ähnlichen Adrenalinkick bereiten.

Auf Instagram teilen Sie Ihr Nach-“Tatort”-Leben mit den Followern. Theater, Lesungen, Spielshow, Sport, Reisen, Spieleabende… Wie sehr genießen Sie das?

Mommsen: Sehr, sonst würde ich es nicht teilen. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass ich mich so vielseitig austoben darf.

Gibt es schon ein nächstes spruchreifes TV-Projekt?

Mommsen: Im Moment stehe ich mit Anja Kling für einen SAT.1-Film vor der Kamera. Ab 5. September werde ich an der Seite von Laura Tonke in “Mein Lotta-Leben” im Kino zu sehen sein, und im Herbst kommt in der ARD der Film “Der beste Papa der Welt”. Außerdem darf ich wieder mit Jo Nesbo auf die Bühne, um sein neues Buch vorzustellen und am 6. Mai lese ich in der Buchhandlung Geisesblüten in Berlin mit Gary Shteyngart aus seinem neuen Buch: “Willkommen in Lake Success”.



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