Ligue 1: Prince Gouano bat um Spielabbruch bei FCO Dijon gegen SC Amiens




Aufgrund von rassistischen Beleidigungen ist ein Fußball-Spiel der französischen Ligue 1 fast abgebrochen worden. Prince Gouano, Kapitän des SC Amiens, hörte in der Partie beim FCO Dijon rassistische Rufe von der Tribüne und wollte zunächst mit seinen Teamkollegen den Platz verlassen. Nach minutenlanger Unterbrechung und Durchsagen des Stadionsprechers wurde die Partie in der 78. Minute aber fortgesetzt.

“Wir befinden uns im 21. Jahrhundert, das ist inakzeptabel”, sagte der gebürtige Pariser Gouano nach dem Spiel dem Fernsehsender “beIn Sports”. “Ich wollte meinen Standpunkt klarmachen, als ich darum gebeten habe, das Spiel zu stoppen. Wir sind alle gleich.” Warum Gouano und seine Mitspieler die Partie doch zu Ende spielten, ist unklar. Experten sagen schon länger, dass Spielabbrüche ein gutes Zeichen gegen Rassismus sein können.

Kurz nach dem Spiel gab die französische Fußball-Liga (LFP) in einer Mitteilung bekannt, Gastgeber Dijon habe den Mann ausfindig gemacht, der Gouano beleidigt haben soll. Demnach wurde der Mann festgenommen. Die Disziplinarkommission der Liga will sich ab Mittwoch mit dem Fall befassen.

Gouano reagiert mit “Liebe”

In der 78. Minute hatte Gouano seine Mitspieler aufgefordert, mit ihm den Platz zu verlassen. Nach Diskussionen entschied sich die Mannschaft jedoch, weiterzuspielen. “Die Spieler werden das Spiel wieder aufnehmen, aber sie hören auf zu spielen, wenn dies erneut passiert”, twitterte der SC Amiens. “Volle Unterstützung für unseren Kapitän Prince Gouano. Rassismus hat in einem Fußballstadion keinen Platz.”

Das Spiel im Abstiegskampf der Ligue 1 endete 0:0. Gouano ging nach Abpiff nach eigener Aussage zu den Fans und applaudierte ihnen. Dazu sagte er im Fernsehen: “Die Devise für mich ist Liebe. Man muss seinen Nächsten lieben.”



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