Bundesliga: Gedicht zum Spieltag – Der Ball, das Tier und wir






Nicht nur Menschen lieben Bälle.
Und so gibt’s im Fußball Fälle,
Wo ein Tier ganz unbestellt
Sich dem Spiel hinzugesellt.
Kleinen Motten oder Mücken
Wird es regelmäßig glücken,
Seltener dem großen Tier.
Solche Fälle folgen hier:

Einmal langweilte sich sehr
(Vier Jahrzehnte ist es her)
In dem Tor der Münchner Bayern
Jener Mann, den Enten feiern,
Denn auf dass der Sepp nicht pennte,
Jagte Maier eine Ente,
Die jedoch dem Mensch entkam,
Weil das Tier die Flügel nahm.

Später rennt erst in Brasilien
Und danach in Argentinien
Je ein schneller Hund aufs Feld,
Den man dann zur Rede stellt:
Was wohl seine Gründe wären?
Doch anstatt sich zu erklären,
Beißt der Hund, man ahnt es schon,
In das teure Mikrofon.

Aber lasst uns in die Schweiz sehn!
In dem Jahr zweitausenddreizehn
Lief ein windesschneller Marder
Um verstörte Profikader,
Und ein Spieler fing ihn ein,
Dem das arme Marderlein
Kurz darauf aus Wut und Schiss
Hundgleich in die Finger biss.

Und erst kürzlich in Australien
Respektive in Bulgarien
Lief aufs Spielfeld: eine Kuh.
Respektive: Känguru!
Kam ins Stadion gesprungen,
Legte sich ganz ungezwungen
Vor dem Tor ins grüne Gras –
Bitte sehr, was soll denn das?!

Bayern gegen Istanbul:
Katzen! Auf dem Trainerstuhl!
Nein, pardon: am Spielfeldrand.
Thomas Müller: “Allerhand!”
Katzen gibt es freilich viele.
Und so gab es auch im Spiele
Barça gegen FC Elche
Anno zweinullfünfzehn welche.

Eine sture Ziege stand
Kurz darauf in Griechenland
Bei den Fußball-Amateuren,
Um den Spielverlauf zu stören,
Just im Tor! Und ging nicht weg!
Pfeifen hatte keinen Zweck.
Fressen eben lieber Möhren,
Statt auf Schiedsrichter zu hören…

Nun, in Dortmund, diese Taube.
Und der wahre tiefe Glaube,
Dass der Ball ins Tornetz fand,
Nur weil – die im Kasten stand!
Kaum ist sie hineinspaziert,
Ist das erste Tor passiert!
Kaum gurrt sie: “Hier steh ich gut!”,
Auch das zweite fallen tut.

Die Moral von dem Gedicht:
Überschätzt euch Menschen nicht!
Leugnet nicht die Macht der Tiere,
Sondern glaubt an denen ihre.



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